Attraktive Arbeitgeber: Was beim Recruiting wirklich zählt!

Posted by on Mai 27, 2014 in Allgemein | No Comments

Professionelles Recruiting zählt in vielen Branchen heute zu einem der wichtigsten Erfolgsfaktoren überhaupt. Vor allem dann, wenn für die Leistungserstellung nur wenige Spezialisten auf dem Bewerbermarkt zur Verfügung stehen. Diese können es sich heute vielfach aussuchen, wo sie einen Job annehmen. Entsprechend wichtig ist es, als Unternehmen von Anfang an richtig zu agieren. Das beginnt beim Bewerbungsprozess.

Um die besten Mitarbeiter (High Potentials) für ein Unternehmen zu gewinnen, ist freundliches Auftreten beim Bewerbungsprozess unerlässlichSie kennen wahrscheinlich das Sprichwort, dass es für einen guten ersten Eindruck keine zweite Chance gibt. Je größer der Wettbewerb um Talents, desto ähnlicher werden die Angebote der Arbeitgeber etwa beim Gehalt. Für High Potentials (=erfolgskritische Mitarbeiter) in Bereichen wie Medizintechnik, spezielle IT-Bereiche oder in Gesundheitsorganisationen sind es deshalb oftmals „weiche“ Faktoren wie zukünftige Kollegen oder das Arbeitsklima, die darüber entscheiden, ob ein Spezialist in einem Unternehmen arbeiten möchte oder nicht. Schließlich verbringt man einen Großteil des Tages im Betrieb…

Wenn ein Unternehmen bereits beim Bewerbungsprozess eine schlechte Figur abgibt, ähnelt es einem Slalomfahrer, der beim ersten Tor einfädelt. Eine nachher hingelegte Bestzeit – im Fall von Unternehmen wäre das z.B. ein lukrativeres Gehalt als bei der Konkurrenz – zählt dann nicht mehr. Man ist aus dem Rennen. Ein solcher „Einfädler“ sind beispielsweise Online-Bewerbungsformulare, in welche die Kandidaten jede Menge Daten einpflegen dürfen, die aber ihrerseits keinen Ansprechpartner im Unternehmen für Rückfragen nennen können. Kommt dann wochenlang keine Antwort, erinnert die Firma mehr an einen Apparat im Kafka’schen Sinne als an einen attraktiven Arbeitgeber.

Das Gute bei der Sache ist: die Erzeugung eines guten ersten Eindrucks ist in aller Regel ohne Einsatz von Geld zu bewerkstelligen. Freundlichkeit der Mitarbeiter bei telefonischen Nachfragen, ein wertschätzender Umgang im Zusammenhang mit der Vereinbarung und Durchführung des Auswahlinterviews, ein Bewerbungsprozess, der transparent und nachvollziehbar ist. Ganz einfache Dinge eigentlich…

Die genannten „weichen Faktoren“ bedeuten im Zusammenspiel mit attraktivem Employer Branding nicht zuletzt eine besondere Chance für KMU. In ihrer Struktur sind diese im Vergleich zu großen Konzernen generell weniger als Apparate angelegt und können vielfach flexibler und „persönlicher“ agieren. Internationalen Studien zufolge haben kleinere Unternehmen beim „War for Talents“ demnach auch keinerlei Wettbewerbsnachteil gegenüber großen zu fürchten. Ganz im Gegenteil.


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